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29.3.2017 - 15:14

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Chronik der Privilegierten Schützdengesellschaft

Stiftungsurkunde
Stiftungsurkunde

Eine alte, auf Pergament geschriebene und noch heute existierende Urkunde aus dem Jahre 1491 liefert den Nachweis, dass vier Pappenheimer Bürger Jorig Lenngenfelder, Hanns Weglein, Six Zorn und Hanns Kanndner mit der Zustimmung aller Schießgesellen eine Bruderschaft der Armbrust- und Büchsenschützen gründeten. Die an der Urkunde hängenden Siegel der edlen Herren Sigmund, Hainrich, Wilhalm, Alexander, Gorig und Sebastian zu Pappenheim, des Heiligen Römischen Reiches Erbmarschälle zeugen von dem Wohlwollen und der Gunst gegenüber der Bruderschaft der Armbrust- und Büchsenschützen. Wohl nach dem Muster der Eichstätter Schützenordnung regelten 33 Artikel das Leben der Bruderschaft. Zwei vom Rat gewählte Schützenherren überprüften in regelmäßigen Zeitabständen, „ob der Schütz sein gewöhnliches Schießzeug und als mit einem Pfund Pulver und Bleikugeln gerüstet und ausstaffiert sei“. Der Wehrgedanke, der Schutz der Mauern und damit die Sicherheit der Mitbürger standen damals im Vordergrund. 1868 wurde der Bruderschaft der Name „Königlich Privilegierte Schützengesellschaft“ verliehen. Im Schützenhaus auf der Lach fanden die Pappenheimer Schützen über viele Jahrzehnte ihre Heimat.

Bei Kriegsende (2. Weltkrieg) wurde der kgl. Privil. SG übel mitgespielt. Fahne und Königskette wurden Beutegut der Amerikaner. Während die Fahne unauffindbar blieb, kam – zu aller Überraschung – die alte Kette eines Tages aus den „Staaten“ zurück. Stände und Anlagen waren völlig zerstört, das Gebäude eine einzige Ruine.

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1949 wurde der Schießbetrieb wieder aufgenommen. Mit Luftgewehren schoss man in verschiedenen Lokalen der Stadt auf Behelfsanlagen (Krone, Hirschen, Dachsbau). Über zwei Jahrzehnte wurde die immer wieder erweiterte Anlage im Dachsbaugarten zur Heimat der Schützen. Die Zahl der Mitglieder nahm stetig zu, eine schießsportbegeisterte Damengruppe entstand und das seit 1973 bestehende Patenschaftsverhältnis zum Eißendorfer Schützenverein v. 1878 (Hamburg) ließen bei sportlichen und gesellschaftlichen Anlässen die gegenwärtige Anlage samt Aufenthaltsraum viel zu klein werden.

1982 wurde am Lachgartenweg das neue, in Eigenleistung erstellte Schützenhaus eingeweiht. Die Jugendarbeit konnte forciert werden und die Leistungen im schießsportlichen Bereich stiegen. Die Mannschaft der Luftpistolenschützen konnte bis in die Bezirksliga aufsteigen und sich dort einige Jahre halten.Der Wunsch vieler Schützen, auf einem eigenen Kleinkaliberstand trainieren zu können, wurde nach mehrjähriger Bauzeit im Jahre 2001 verwirklicht.

Somit umfasst die gesamte Schießsportanlage jetzt eine moderne Schießhalle mit 12 elektrischen Zugständen für Luftgewehr und Luftpistole. Zwei Stände davon sind auch für Zimmerstutzen zugelassen. Im angebauten hochmodernen Scharfschießstand können auf vier Ständen Langwaffen (bis 4500 Joule) auf 50 m und Kurzwaffen ( bis 1500 Joule) auf 25 m Entfernung geschossen werden.

Traditionsbewustsein, sportlicher Ehrgeiz und Pflege der Geselligkeit sind tragende Säulen, doch ohne das große Engagement jedes Einzelnen wäre die über 500 - jährige Geschichte der Königl. Privilegierten Schützengesellschaft 1491 Pappenheim nicht möglich gewesen.

Werner Schütz
1. Schützenmeister

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Majestäten 1921 - heute

Hier erhalten Sie eine Liste der Majestäten der Privilligierten Schützengesellschaft Pappenheim von 1921 bis zum heutigen Tag.
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