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24.8.2017 - 4:55

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Stellungnahme bzw. Richtigstellung zum Spiel vom 23.10.2016

Hier die Stellungnahme bzw. Richtigstellung der TSG Pappenheim zu den Vorkommnissen beim Spiel SF Bieswang - TSG Pappenheim vom 23.10.2016.

TSG Pappenheim
TSG Pappenheim

Sehr geehrte Damen und Herren,

normalerweise ist es ja so, ein Fußballspiel findet statt, die Heimmannschaft schickt nach dem Spiel ihren ausführlichen Spielbericht an die Presse und die veröffentlicht diesen in der Zeitung oder im Internet. So geschehen auch am Sonntag beim Spiel SF Bieswang - TSG Pappenheim in Bieswang. Natürlich gibt dann die Zeitung den Bericht der Bieswanger wieder, da sie von der TSG Pappenheim keinen ausführlichen Bericht vorliegen hat, sondern nur ein paar Zeilen bzgl. Tore, Vorlagen und eventuell besonderer Vorkommnisse, falls sich welche ereignet haben, wie jetzt in diesem Spiel. Jetzt war es bei diesem Spiel der traurige Fall, dass auf Grund von Internet und sozialer Medien wie Facebook und WhatsApp ein wahrer "Shitstorm" auf die TSG Pappenheim einprasselte, da der Bericht natürlich sehr einseitig auf Seiten der SF Bieswang veröffentlicht wurde und auch einige Fehlmeldungen beinhaltete. Deshalb stehen wir als TSG Pappenheim in der Pflicht, zum Schutz des Vereins, zum Schutz der Spieler und zum Schutz ihrer Fans, Zuschauer und ihrer Jugendspieler ihre Sichtweise zu schildern und einige Dinge richtig zu stellen. Denn wie jeder weiß, ist es wie bei einem Streit im Kindergarten, es gehören immer zwei dazu. Dann hat jeder die Möglichkeit, beide Seiten abzuwiegen und sich dann eine eigene Meinung über die Geschehnisse zu machen, sofern sich jemand überhaupt eine Meinung darüber machen möchte.

Als erstes zu erwähnen ist das Spiel der beiden Reservemannschaften. Bei diesem Spiel war eigentlich ein "neutraler" Schiedsrichter aus Mörnsheim eingeteilt gewesen. Kurzfristig hatte sich dann anscheinend ein vereinseigener Schiedsrichter der SF Bieswang entschieden, das Spiel zu leiten, und dem eigentlichem Schiedsrichter aus Mörnsheim wurde das Spiel von den Schiedsrichtereinteilern wieder "weggenommen". Das soll nur mal erwähnt werden, um den Schiedsrichtereinteilern zu verdeutlichen, dass sie doch bitte bei der Wahl ihrer Schiedsrichter bei Derbys oder "Topspielen" (wenn z.b. der Erste gegen den Zweiten spielt) ein Auge drauf haben, dass es wirklich wichtig ist, wer zu solchen Spielen als Schiedsrichter eingeteilt wird, auch wenn es in diesem Fall "nur" die beiden Reserve-Teams betraf. Das war der erste fade Beigeschmack dieses Tages.

Die Presse schrieb "Diesmal kochten die Gemüter nach rund einer halben Stunde erstmals hoch, als der Pappenheimer Florian Keller nach einem Schlag ins Gesicht von Andreas Renner die Rote Karte erhielt - so jedenfalls die Bieswanger Darstellung. Die TSGler sprachen dagegen von einer "Kopfnuss", nachdem Keller zuvor einen Schlag von Renner auf den Hinterkopf bekommen haben soll.". Das sind so unschöne Szenen im Fußball, die leider viel zu oft vorkommen. Als Fußballer musst du es leider können, mit verbalen Provokationen wie "Ar****och, Wi**er, Dre***au" umzugehen. Aber alles was diese Provokationen überschreitet, wie gewalttätige  Handlungen wie in diesem Beispiel, ist einfach nur traurig und beschämend für den gesamten Fußball. Jedenfalls war das der zweite Vorfall, der die Gemüter der Zuschauer erneut weiter aufkochen ließ. In der Presse standen die Ansichten beider Vereine, deshalb kann sich da jeder sein eigenes Bild machen ...

Ansonsten muss man sagen, dass das Spiel vor dieser Szene und auch nachher bis zum Schluss von beiden Seiten ruhig und fair geführt wurde. Klar gab es auf beiden Seiten einige Karten für das ein oder andere Foul, aber das gibt es ja in fast jedem Spiel, wir spielen ja Fußball, und da gibt es nun mal Fouls und bei Bedarf auch mal eine Karte, ganz normal.

Die Presse schrieb weiter "Mit dem Bejubeln des Siegtreffers begann die Zeit unrühmlicher Szenen am Sportplatz. "Der Pappenheimer Torwart stürmte 35 Meter aus seinem Tor und schlug einen Bieswanger Spieler von hinten nieder. Dieser blieb verletzt und schmerzverzerrt am Boden liegen", heißt es im Spielbericht der SF." Normalerweise steht es hier der TSG Pappenheim auf Grund der Polizeiermittlungen gar nicht zu, dazu etwas zu sagen. Da aber die SF Bieswang sich schon fehlerhaft zu dem Thema äußerten, bedarf es unbedingt einer Richtigstellung. Und zwar dass es während der gesamten "Tumulte" ab der 93. Spielminute keine Fäuste, keine Tritte, keine Spuckattacken, keine Schläge und keine Kopfstöße oder ähnliche grobe Gewalthandlungen gab, weder von Pappenheimer Spielern und Zuschauern, noch von Bieswanger Spielern und Zuschauern. Anders als es die SF Bieswang in ihrem Bericht schilderten, die sprachen nämlich von "handfesten Auseinandersetzungen und Tumulten".

Die Presse schrieb auch von "Eskalationen und heftigen Ausschreitungen", auch die wurden wie oben schon erwähnt einfach dramatisiert. Tatsache ist, es gab eine kurze Rudelbildung zwischen ca. 10 Bieswanger Zuschauern und ca. 10 Pappenheimer Zuschauern, die war nach wenigen Sekunden beendet, ohne dass es grobe Gewalthandlungen gab. Anschließend diskutierten oder teils stritten die beiden Gruppen nur weiter auf dem Platz, da das Spiel noch nicht fortgesetzt wurde, weil der am Boden liegende Bieswanger Spieler noch nicht vom Platz getragen wurde.

Nach einfachen Diskussionen ohne Handgreiflichkeiten oder Ähnlichem konnten die Bieswanger Spieler und Zuschauer, sowie die Pappenheimer Spieler und Zuschauer, wieder alle Zuschauer vom Platz bringen, dass das Spiel für den letzten Ballkontakt wieder angepfiffen werden konnte. Wenn alles wirklich so schlimm gewesen wäre, wie in der Presse und auf Seite der SF Bieswang erwähnt wird, hätte der Schiedsrichter das Spiel wahrscheinlich gar nicht mehr anpfeifen können. Wie im Bericht der SF Bieswang waren es also nicht nur "besonnene Zuschauer, Spieler und der Ordnungsdienst der Sportfreunde", die die Situation bereinigten, sondern genauso besonnene Pappenheimer Spieler und Zuschauer.

Aber wie oben schon gesagt gehören immer zwei dazu, die Pappenheimer sowie die Bieswanger sind beide keine Unschuldslämmer in diesem Fall. Die TSG Pappenheim wird auch ihre Konsequenzen daraus ziehen und handeln. An diesem Tag war einfach nur die traurige Tatsache, dass sich die TSG Pappenheim von den klischeehaften ausländerfeindlichen Provokationen und den Beschimpfungen auf familiärer Ebene von einigen Zuschauern der SF Bieswang anstecken ließ und darauf eingestiegen ist bzw. sich hat anstecken lassen. Genaue Beispiele für die Beschimpfungen möchte die TSG Pappenheim in diesem öffentlichen Bericht nicht nennen, solche Aussagen haben aus Anstand und Respekt hier nichts verloren. Es ist eine traurige Wahrheit, dass solche Überschreitungen von Grenzen viel zu oft am Sportplatz passieren und unter jede Gürtellinie gehen. Vor allem wie jetzt wieder in diesem Spiel, wenn Frauen und Kinder dabei sind und das alles miterleben und über sich ergehen lassen müssen. Und das ist der TSG Pappenheim schon viel zu oft passiert. Fakt ist, dass deshalb schon zwei mal die Verantwortlichen des BFV kontaktiert wurden, jedoch ohne Erfolg. Der Fußball steht mit seinen ganzen Slogans "No To Racism", "Gib Rassismus keine Chance", "Respekt", "Fußball verbindet" oder "Für Fußball -  gegen Gewalt" genau für diese Dinge. Deshalb ist es jetzt an der Zeit, diese Dinge anzusprechen, weil es so wie es jetzt ist, nicht weitergehen kann.

Wie schon oben gesagt muss man leider als Fußballer mit Provokationen in Form von üblen Beschimpfungen klarkommen, aber alles andere was darüber hinausgeht, wie Gewalt oder familiäre oder ausländerfeindliche Bemerkungen, die ja meist gar nicht so gemeint sind, sondern nur als Provokation dienen, dürfen weder auf einem Fußballplatz noch sonst irgendwo vorkommen.

Die TSG Pappenheim möchte nur das, was jeder Fußballer und jeder Verein will, Spaß haben, einfach nur anständig Fußball spielen, Freude in und um den Verein haben, ihre Jugendspieler aufbauen, als Vorbild für jung und alt fungieren. Die TSG Pappenheim steht für Integration, die TSG Pappenheim steht für "Multi-Kulti". Seit 2014 spielten im Herrenbetrieb der TSG Pappenheim 46 Deutsche, 7 Rumänen, 6 Türken, 5 Kosovaren, 4 Polen, 4 Bosnier, und jeweils ein Serbe, Kroate und Italiener, und das ist gut so, so soll und muss es sein. Und damit hatte die TSG Pappenheim in den letzten Jahren enormen Erfolg, wenn man den Verlauf der letzten Jahre sowie die Entwicklung des Vereins betrachtet, obwohl der Verein 2003 und erneut 2006 schon am Abgrund bzw. kurz vor der Insolvenz stand und fast geschlossen worden wäre. Die Jugendabteilung wird immer größer, jede Jugendmannschaft ist besetzt und die Mitgliederzahlen stiegen in den letzten 10 Jahren auf das Doppelte, sogar eine dritte Mannschaft im Herrenbereich wurde gemeldet. Was die harte, gute und ehrliche Arbeit der TSG Pappenheim nur bestätigt. Im Vergleich dazu wurden die Vereine in der nahen Umgebung immer kleiner, oder lösten ihre Fußballabteilungen sogar teilweise ganz auf. Die TSG Pappenheim will genauso wenig wie jeder andere Verein, dass der Fußball in Form von Gewalt und sämtlichen anderen Dingen, wie z.B. einen Hubschraubereinsatz, überschattet und geschädigt wird. Sowas sind die schlimmsten Schlagzeilen, die es für den Fußball geben kann, und die darf es nicht geben. Und genau dafür möchte die TSG Pappenheim jetzt mit diesem Text ein Zeichen setzen.

Mit freundlichen Grüßen

die gesamte Vorstandschaft der TSG Pappenheim

Mittwoch, 26. Oktober 2016 07:42 Uhr | Alter: 302 Tage | Dieser Artikel wurde 4693 mal gelesen


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