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25.6.2017 - 15:55

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Literaturkreis am 1. Juli 2016-Dr. Maria Magdalena Leonhard

Durch persönliche Verbindungen unserer Moderatorin des Kreises, Frau Dagmar Heiland war es gelungen, zu dieser Lesung am 1. Juli 2016 die bekannte Autorin Maria Magdalena Leonhard ins K14 Haus der Bürger einzuladen, und aus Ihren beiden neuerschienen Büchern 'Der Fall Fanny von Ickstatt' und 'Stern unter Schönen' auszugsweise zu lesen und zu erläutern. Aus dieser Einladung entsprang spontan die Idee von Maria Magdalena Leonhard, dieses geschichtsträchtige faszinierende Baudenkmal, das den Pappenheimer mittlerweile als K14 Haus der Bürger bekannt ist, zum Mittelpunkt eines neuen, historisch fundierten Romans werden zu lassen. Die vielen historischen Details des Hauses, die oft widersprüchlichen Interpretationen des versteckten, geheimnisvollen Dachkämmerchens, schienen die Fantasie dieser explosiv temperamentvollen und höchst einfühlsamen Autorin zu beflügeln ... Doch lesen Sie bitte weiter....

Dr. Maria Magdalena Leonhard

 „Ich bin innen und außen viel zu bewegt…“                                          

Die Autorin Dr. Maria Magdalena Leonhard zu Gast beim Literaturkreis des Kunst- und Kulturvereins Pappenheim – Das ehemalige Büchelehaus an der Klosterstraße demnächst im Mittelpunkt eines neuen historischen Romans?

So viele interessierte Zuhörerinnen und Zuhören hat der mittlerweile etablierte Literaturkreis des Kunst- und Kulturverein Pappenheim e.V. wohl selten, wie an diesem sonnigen Freitag Nachmittag, als die renommierte Münchner Autorin Maria Magdalena Leonhard aus ihren beiden historischen Werken Kostproben vorlas.

So weichte man kurz entschlossen auf den rundum wettergeschützten Anbau des K14, der sogenannten Kulturremise des Vereins aus. Hier am Ufer des Altmühl – Stauarmes, hoch über dem tiefen Altmühlwasser und in ungeahnt historischer Umgebung, verzauberte die Autorin ihre Zuhörerschaft, nicht nur mit ihrer Natürlichkeit, ihrer Fröhlichkeit und mit ihrem umwerfenden Temperament, sondern auch mit spannenden, detailreichen Passagen aus ihrem neuesten historischen Roman

„Stern unter den Schönen“.  

Baronin Franzisca von Heppenstein besitzt alles, was nötig ist, um am Hof von Kurfürst Maximilian III. Joseph in der Münchner Residenzstadt des 18. Jahrhunderts zu glänzen: Bildung, Intelligenz, Schönheit und einen unwiderstehlichen Charme.Die Männerwelt liegt ihr zu Füßen und die Frauen der feinen Münchner Gesellschaft beneiden sie glühend. Doch die Baronin muss zwei arrangierte Vernunftehen eingehen, die sie gelangweilt und ohne Leidenschaft über sich ergehen lässt. Nur ihre bildhübsche und hochbegabte Tochter Fanny entschädigt sie für ihr uninspiriertes Leben.  

Und nun kommt die bildhübsche Tochter Fanny von Ickstatt ins Spiel und wird zur amourösen Konkurrentin ihrer Mutter.

“Der Fall Fanny von Ickstatt“,

das weitere Buch von Leonhard schildert dieses dramatische Schicksal dieser jungen und äußerst hübschen jungen Frau, das im Jahr 1785 in einer Tragödie, dem Sturz vom Nordturm der Stiftskirche von Fanny in München enden sollte. Leonhard führte ihrer Zuhörerschaft in Satzbögen und historisch bestens bewandert in dieses geheimnisumwitterte Zeitdrama ein. War der Sturz vom Nordturm der Stiftskirche (Frauenkirche) ein Unglücksfall, oder der Suizid einer unglücklich verliebten jungen Frau – oder vielleicht sogar ein Mord? Welches Motiv steckte dann dahinter? Was versucht die Familie zu verbergen – vor allem die Mutter, eine offene Konkurrentin ihrer Tochter – Leonhard gelingt es, mit Hilfe historischer Dokumente diesen Fall kriminalistisch zu klären.

  Faszinierende Details bayrischer Zeitgeschichte offenbarten sich den interessierten Zuhörern ebenso, wie die verlogene Moral der damaligen höheren, das heißt besseren, weil adligen Gesellschaft.

Dr. Maria Magdalena Leonhards Vater ist ein geborener Pappenheimer. Freundschaftliche und verwandtschaftliche Verbindungen zum Altmühlstädtchen existieren bis in die Gegenwart, so auch die freundschaftliche Verbundenheit von Dagmar Heiland, der Moderatorin des Literaturkreises zu der Autorin.

Die weitgereiste, umfassend gebildete Autorin - sie studierte Archäologie und Kunstgeschichte, war Dozentin am Goethe-Institut in München - und mit Preisen geehrt,  kam gerne der Einladung von Dagmar Heiland nach. Sie zeigte sich ob der großen Interesse erfreut und glücklich und bescherte ihrem Publikum unwiederbringliche Momente jener Zeitepoche, die auch dieses 'Haus der Bürger' an der Klosterstraße 14 hervorbrachte und prägte.  

Bei einem Gang durch das Baudenkmal von 1675, dessen Geschichte sich bis ins Jahr 1500 belegen lässt, und den vielen damit verbundenen historischen Besitzern des stattlichen Hauses, zeigte sie sich höchst angetan von so manchen Geschichten und Anekdötchen um das kleine, verschwiegen versteckte Kämmerchen im Dachgeschoss und den vielen Besonderheiten des Hauses und des einmalig regionalen Interieurs dieses Kleinodes.

Leonhard müsste nicht die feine Spürnase einer erfolgreichen Autorin besitzen, wenn sich daraus nicht ein neues, historisch fundiertes Werk ergeben würde …. Alle Pappenheimer – „kennen wir wirklich unsere Pappenheimer en detail?“ dürfen sich auf ungeahnte, spannende, amouröse oder gar leicht verruchte Anekdoten ihrer bewegten Geschichte und rund um das ehemalige Büchelehaus, das einst ‚Zinßmeisterhaus‘ und ‚Syndicaturhaus‘, aber auch die Verwaltung des Augustinerklosters beherbergte, im Verlaufe seines langen Lebens auch einer jüdischen Familie gehörte, und nun die Heimstatt und Ideenschmiede des rührigen Kunst-und Kultur-Vereins Pappenheim ist.

Das Haus, an dessen wuchtiger Haustüre mit Sicherheit schon die schwedischen Soldaten einst anschlugen, birgt sicher noch so manches kleine Geheimnis, das aus seinem hundertjährigen Dämmerschlaf nur wieder wachgeschrieben werden müsste…

Deshalb, herzlich willkommen, verehrte Frau Maria Magdalena Leonhard.

Der Kunst- und Kulturverein Pappenheim e.V. setzt diese Reihe von Autorenlesungen fort.So kommt am 7. Oktober-19:00 Uhr der bekannte fränkische Mundartautor Fitzgerald Kusz (Florian III) ins K14. Unter dem Titel "Es Bredd vorm Kupf gibts etz a als Schdirnband" liest er aus seinen Mundart-Werken.

Am 11. November ist der Weißenburger Literat Martin Freund mit 6 außergewöhnlichen Geschichten im K14 zu Gast.

Allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern steht am 11. September, dem *Tag des offenen Denkmals* das Haus zur Besichtigung offen. In einer Kombination von Lesung und Besichtigung, werden auch sonst nicht offene Partien des Hauses den Besuchern geöffnet, und an markanten Stellen des Baudenkmals zugeordnete, passende Literatur gelesen.

Text und Bilder: Hans-Jürgen Porsch

Dr. Maria Magdalena Leonhard

wortgewaltig-ausdrucksstark-temperamentvoll-charmant

Die Autorin mit Dagmar Heiland

düstere Geschichten aus einer längst vergangenen Epoche

sehr gut besuchte Veranstaltung auf der Remise am K14

Uschi Kreißl, Mini Wurm und Frau Leonhard-Dankeschön

Uschi Kreißl, Mini Wurm und Frau Leonhard

Das Haus der Bürger an de Klosterstraße wird vermutlich auch bald Schauplatz eines hist. Romans?

Dr. Maria Magdalena Leonhard
Samstag, 16. Juli 2016 18:44 Uhr | Alter: 344 Tage | Dieser Artikel wurde 2258 mal gelesen


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