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20.11.2017 - 0:58

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Ausstellung u. Vernissage"Schichtungen"-D.Dudek u.B. Heintze

Zwei Künstlerinnen, Dorothea Dudek und Brigitte Heintze haben beide, jede für sich, ihre eigene unverwechselbare Handschrift. Zwei Positionen und zwei verschiedene Zugänge zur Kunst und zum Leben. Ausstellung vom 13. März 11:00 Uhr bis einschließlich Sonntag, den 24. April 17:00 Uhr. Sonn- und Feiertag geöffnet 14:00 bis 17:00 Uhr, Eintritt frei - Spenden gerne. Museum an der Stadtmühle, Stadtmühle 1 in 91788 Pappenheim. Sonntag den 13. März um 11:00 Uhr Vernissage. Einführende Worte Dr. Renate Miller-Gruber/Kunsthistorikerin. Musikalische Begleitung Christine Gschwandtner/Klavier und Ina Stengel/Saxophon.

Dorothea Dudek - Malerei

Malerei Themen meiner Bilder sind Räume. Menschen, Stadtfragmente. Aber das sind nur Themen.

Der Inhalt der Bilder ist nicht mit dem Thema gleichgesetzt und hat stark mit der Malweise und mit den bildnerischen Mitteln zu tun. Eine zentrale Rolle spielt in meinen Bildern die Unschärfe. Die Art wie das Bild gemalt ist ist eine Botschaft, vielmehr als das Thema selbst.

Die Dinge lösen sich auf, entziehen sich dem Betrachter. Flüchtigkeit und Zerbrechlichkeit des Lebens, der Erscheinungen treten so ins Bewusstsein. Ein weiteres Merkmal meiner Bildern ist ein stark betonter Kontrast zwischen Licht und Schatten. Ich möchte die Dichotomie von Hell und Dunkel aufheben und sie als sich unterstützende Kräfte darstellen.

Das spiegelt meine Interesse in die Tiefe zu gehen wieder. In der Reihe "Interieur" fällt das Licht durch die Fenster bzw. Türe ein. Sie ist dabei nicht nur als eine Lichtquelle dargestellt. Sanfte Spiegelungen auf dem Fußboden weiten den Raum nach unten, Gegenstände oder Wände fangen das restliche Licht auf, was wichtige kompositorische Stellen bildet.

Der Raum im Bild dehnt sich oder wird teilweise aufgelöst. Die Unschärfe unterstreicht die Dehnung des Raumes und seine Auflösung und wirkt sich auf die emotionale Ebene aus.

Brigitte Heintze - Zeichnung/Druckgrafik

Früher galt die Zeichnung als Vorstufe für weiterführende Techniken wie z.B. Malerei, heute steht die so genannte Künstlerzeichnung für sich. Spontaneität und Impulsivität, die in einer guten Zeichnung beinhaltet sind, lassen sich auf diese Weise leichter festhalten.

Es war ein langer Prozess nach dem Studium für mich - weg von der Gobelinweberei und Malerei hin zum die Grenzen auslotenden wie überschreitenden Umgang mit Stiften, Kohle, Kreiden, Kleber, Schere. Beeinflusst durch die Notwendigkeit der genauen zeichnerischen Entwicklung und Planung beim Gobelin wuchs die Lust am Experimentieren und Erweitern, am Spontanen und Unmittelbaren.

Dennoch ist der gesamtzeichnerische Vorgang bei mir ein zeitintensiver, der immer wieder überprüft, verworfen und neu initiiert wird. Nie möchte ich mich in Sicherheit wähnen, greife nicht auf bereits erprobte Techniken zurück.

Als Bildträger für meine Zeichnungen und Drucke fungieren häufig benutzte Untergründe - Papiere, Kopien und Leinwände, die eine Vorgeschichte haben. Erweitert werden diese Arbeiten oft durch Collagen mit älteren Werken oder Fundstücken. Auf diese Weise entstehen Zusammenstellungen, die die ursprünglichen Kontexte verändern oder in Frage stellen.

Oft überarbeite ich auch ältere Radierungen oder Probedrucke von Radierungen, lege eine Zeichnung über die ursprüngliche Arbeit, verändere sie oder lösche sie manchmal ganz aus. So entsteht eine zeitliche Dimension, die mir sehr wichtig ist.

In letzter Zeit arbeite ich häufig mit Ausdrucken von Fotos, die ebenfalls entweder als Collage eingearbeitet oder direkt als Frottage auf die Radierplatte übertragen werden. Die Wirklichkeiten, die dadurch berührt werden, dienen nicht der Beschreibung von Gesehenem, sondern führen schnell ins Unvertraute, in andere Ebenen. Meist geht es um Bewegungen und Beziehungen, vor allem aber um eine tiefer gehende Vorstellung, was Leben ausmacht, was verbindet, was trennt.

So ist die konkrete Natur meist nur der Auslöser für eine weiter gehende gedankliche Auseinandersetzung mit dem, was den Dingen zugrunde liegt.

Ausstellungsdauer 13. März bis 24. April immer sonn- und feiertags von 14:00 bis 17:00 Uhr. Eintritt frei!

Mit Unterstützung der Stadtwerke Pappenheim.

 

Dorothea Dudek

Museum an der Stadtmühle-rechts

Museum

Museum

Samstag, 05. März 2016 16:27 Uhr | Alter: 2 Jahre | Dieser Artikel wurde 2727 mal gelesen


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