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26.5.2017 - 5:33

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"Pappenheim musiziert im K14-ein Haus voll Musik"

Ein Haus voll Musik – Pappenheim musiziert im K14 - 2016 Das K14 Haus der Bürger war am Sonntag, den 25. September 2016 von 14:00 bis 18:00 UHr ein wunderbar klingendes und schwingendes Baudenkmal. 15 Gruppen mit vielen Laienkünstlern gaben ein buntes musikalisches Spiegelbild Ihres Leistungsvermögens.

Bilder des Nachmittags

Christine Gschwandtner hatte geladen, und viele bekannte Laienkünstler in Gruppen, Musikschulen und als Solisten folgten diesem Ruf.

In 15 Veranstaltungen in verschiedenen Räumen des Baudenkmals an der Klosterstraße brachten sie eine bunte Palette unterschiedlichster Musikrichtungen den zahlreichen Zuhörern zu Gehör.

Den bunten Reigen eröffnete in der Remise der stimmgewaltige Kirchenchor unter der charmanten Leitung von Simone Obermeyer. Unter dem Motto „He is a Living God“ (ER ist ein lebendiger Gott) erklangen für die begeisterten Zuhörer Lieder, Songs und Gospels. Im Vortragszimmer im Obergeschoss spielten Robert Lörner, Klavier und Andreas Müller, Klarinette bekannte Stücke für Klarinette und Klavier der Rokokozeit, wogegen das Klarinetten-Trio der Stadtkapelle unter Ina Stengl beschwingte Ragtimes und Tänze im amerikanischen Stil intonierten.

So mussten engagiert interessierte Gäste rauf und runter springen, um das anspruchvolle und überaus bunte Programm auch vollständig hören zu können. Dabei ergab es sich zwangläufig, daß man schon etwas vorher eine laufende Darbietung abbrechen musste, um noch beizeiten zu der nächsten im Haus zu gelangen. Anders jedoch, so Christine Gschwandtner waren alle Gruppen nicht in das vorgegebene Zeitfenster zu bringen. Wer dann Stärkung bedurfte, um wieder zu Kräften zu kommen, konnte sich in der Teestube im EG bei Kaffee, Tee und Kuchenleckereien stärken!

‚Heit is schee‘ war dann einer der nächsten wunderbaren Gesangdarbietungen der bekannten ‚Sunnasänger‘. Vom Jägerlied bis zum ‚Pimperla von Laff‘ erklangen die wohltuenden 5 Männerstimmen, gekonnt begleitet am Akkordeon von Gudrun Kessler.

Dann kam die Zeit der Musikschulen und deren eifrigen Schüler und Schülerinnen. Den Anfang machte die Musikpädagogin Elisabeth Gutsch mit ihrem talentierten 11-jährigen Schüler Ph. Müller am Klavier. Darauf stellten sich die Schüler von Annika Eggert vor, gefolgt von den jungen Flötenkinder der Susanne Pühl. Ihnen war die Aufregung des Auftritts schon anzusehen. Dennoch meisterten sie ihre Aufgabe ganz bravourös.

Auf der Remise gleich im Anschluss machte man sich zum Remmidemmi bereit. Die OBA=Offene Behindertenarbeit der Rummelsberger Diakonie, animierte das Publikum zum mitsingen und mitklatschen bei bekannten Volksliedern.

Da konnte die Trommelgruppe von Petra Thaler in nichts zurückstehen und bot feurige, stakkato gleiche und  temperamentvolle Rhythmen dar. Am Schluss ihrer Show dann ein afrikanisch klingender Tanz in mehreren Stimmlagen, der die Zuhörer fast von den Sitzen riss!

Ruhiger, gediegener und in weichen Melodienfolgen, traten dann Miriam Lutz an der Gitarre und Horst Bendinger, Blocklöte den stimmigen Beweis an, daß die von Eltern oft als nervig empfundene Blockflöte, doch weiche wohltemperierte Töne fähig ist, gerade dann, wenn sie von einem Meister der Flöte, Horst Bendinger gespielt wird. Der Zauber von Melodien einer längst vergangenen Zeit in Räumen einer längst untergegangenen Epoche dargeboten, verfehlte nicht seinen Reiz beim fachkundigen Publikum.

Getoppt wurde das bisher Gebotene durch eine leider selten gehörte ‚Kastraten‘-Stimme, dem Counter Frank Bräunlein, begleitet durch das einfühlsame Begleitspiel von Christine Gschwandtner am Klavier. Frank Bräunlein, sonst immer virtuoser Gitarren- Partner von Miriam Lutz, verzauberte die Zuhörer mit hoher, wohl akzentuierter Stimme mit Liedern der Barockzeit. Davon würde man gern öfters mal etwas hören und geniessen wollen. Die Countertenöre waren in der Barock- und Rokokozeit oft die Frauenstimmen in Opern oder Singsoiele, da Frauen der Zutritt zum Theater und Oper untersagt war.

Derweil baute die Kirchenband ‚belila‘, was frei übersetzt heißt ‚sei christlich‘ ihre Musikinstrumente auf der Bühne der Remise auf. 3 Frauen (Klavier, Geige und Gesang) und 2 Herren (Trommel, Schlagzeug und Gitarre) verzauberten die Zuhörer mit wohltuend temperierten Gesang und mitreißenden Liedern. Als dann zum Schluss noch ein Weihnachtslied erklang (im Hinblick darauf, dass in 3 Monaten bereits das Weihnachtsfest 2016 wieder vorbei sein wird), war die Überraschung allenthalben perfekt gelungen. Mit Soli an der Gitarre und an der Violine, mit wohltuender Gesangstimme der Frontfrau Susi Pühl, wünscht man sich auch hier, diese Gruppe öfters zu hören.

Eine Klavierschülerin von Christine Gschwandtner’s Musikschule, die begabte 12-jährige Lissy Fr. setzte den Reigen der Darbietungen mit wohltuend virtuosem Spiel fort. Die E-Gitarren-Schüler von Miriam Lutz und Armin Schmidtmeyer boten darauf, wiederum auf der Remise, eine Probe Ihres erlernden Könnens, professionell gekonnt begleitet von ihren Ausbildern.

Den Schlusspunkt setzte aber eine überregional bekannte und beliebte Acappella-Gruppe, erneut in einem der schönsten Museumszimmer des altehrwürdigen Hauses. ‚Pap-Canto‘ bot an diesem Tag mal wieder eine meisterhafte Leistung seinem begeistert mitgehenden Publikum. Mit weltbekannten Liedern von Hubert von Goisern, Michael Jackson und den Beatles, äußerst diffizil intoniert von den 3 Frauen und den 2 Herren, wohltuend nuanciert als Klangkörper, trieb es so manchen auch Tränen in die Augen, ob großer Gefühle zwischenmenschlicher Leidenschaften. Danke ‚Pap-Canto‘.

Lustig, temperamentvoll und hochmusikalisch dann das Ende dieser bemerkenswerten Musikveranstaltung im K14 Haus der Bürger, Robert Lörner und Cristine Gschwandtner spielten ‚Leichte Tänze‘, die eigens für das 4-händige Spiel am Klavier umgeschrieben wurden. Mit Witz und Schwung verabschiedete die Organisatorin Christine Gschwandtner und ihr Part Robert Lörner die Gäste wieder in den lauen Spätsommer-Abend in Pappenheim.

Clemens Frosch, der erste Vorsitzende des Kunst- und Kulturvereins Pappenheim ließ es sich nicht nehmen, alle führenden Künstler eine kleine Gedenkmedaille des K14 zu überreichen und ihnen den Dank des Vereins auszusprechen.

Dank auch an Christine Gschwandtner, die es schaffte solch eine musikalische Bandbreite an Laienkünstler zu gewinnen. Diesen allen, ob groß, mittelgroß oder klein sei hiermit aufrichtig gedankt und ihnen ein hohes Maß an Musikalität, Können, Fleiß, Beharrlichkeit und Beherrschung ihres Metiers bescheinigt.

Wir alle freuen uns auf ‚Pappenheim musiziert 2017‘.

Text und Bilder: Hans-Jürgen Porsch

Bilder des Nachmittags

Bilder des Nachmittags
Mittwoch, 28. September 2016 11:56 Uhr | Alter: 240 Tage | Dieser Artikel wurde 2526 mal gelesen


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