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16.10.2018 - 5:29

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Eine Kirche ist auch nur ein Haus ...

Mittelfränkische Dorfkirchen mit den Augen eines Hausforschers gesehen – Lichtbildervortrag

Förderverein für Kunst und Kultur

 

 „Die Kirche im Dorf lassen“ ist ein beliebtes Sprichwort. Nur die wenigstens, die diesen Spruch verwenden, kennen jedoch ihre Dorfkirche wirklich. Professor Dr. Konrad Bedal, langjähriger Leiter des Fränkischen Freilandmuseum Bad Windsheim und Fachmann für historische Bürger- und Bauernhäuser, hat sich nun der Mühe unterzogen, mehr über die bauliche Entwicklung der Dorfkirchen in Franken, insbesondere Mittelfrankens zu erfahren. Der Kirchenbau selber ist ein wichtiger Identitätspunkt für die Bevölkerung, auch wenn sie kaum mehr in den Gottesdienst geht, für den die vielen Kirchen einst gebaut wurden. Die Bewohner selber wissen häufig über die Baugeschichte ihres wichtigsten Denkmals im Dorf nur wenig und schon die Kirchenbauten in der Nachbarschaft sind weitgehend unbekannt. Noch wird die Kirche im Dorf gepflegt, für die hier lebenden Menschen ist ein Abbruch einer alten Kirche, wie er in den Ballungsräumen immer häufiger vorkommt, auf dem Land noch kaum denkbar. 

Franken hat einen großen Schatz an Dorfkirchen unterschiedlichster kultur- und kunstgeschichtlicher Bedeutung und Zeitstellung bewahrt, der wohl nur den Wenigsten in seinem Umfang und Reichtum bewusst ist. In einem reich bebilderten informativen Fotoband hat Konrad Bedal kürzlich die Vielfalt der fränkischen Dorfkirchen von der Romanik bis in die spätbarocke Ära vorgestellt. Er möchte nun mit seinem Vortrag in Pappenheim das Bewusstsein für diesen bedeutenden Kulturschatz, der jedoch selten im Fokus der Kunsthistoriker und Denkmalpfleger steht, stärken. Mit seiner Bildpräsentation beim Kunst- und Kulturverein Pappenheim wird er sich auf Beispiele aus Mittelfranken konzentrieren. Die baulichen Auswirkungen der konfessionellen Spaltung in evangelische und katholische Landesteile, die Franken seit dem frühen 16. Jahrhundert überzieht, wird er dabei an Kirchenbauten genauso thematisieren wie die Innenausstattung. Im Kirchenbau zwischen der alten und neuen, bikonfessionellen Zeit, gibt es nämlich viel Trennendes, aber auch viel Verbindendes. Nicht immer lässt sich schon von außen entscheiden, ob es sich um eine katholische oder evangelische Kirche handelt. Protestantische Kirchen behielten sogar ihren Patroziniums- d. h. Heiligennamen bei. Auch hat es in Franken kaum einen „Bildersturm“ gegeben, also die alten Bildwerke und Altäre in der Kirche blieben stehen, solange sie noch brauchbar waren. Man ging insgesamt sehr pragmatisch mit der überlieferten Kirchenausstattung um. Das werden auch die vielen Innenaufnahmen belegen, die Konrad Bedal in seinen Vortrag eingebunden hat. Man darf gespannt sein, welche Kirchen er aus der Vielzahl eindrucksvoller Beispiele für diesen Abend in Pappenheim ausgewählt hat. 

 

Freitag, 23. März 2018, 19 Uhr 

Pappenheim, Haus der Bürger K14, Klosterstraße 14. 

 

Eintritt frei, um Spenden wird gebeten. 

Freitag, 23. März 2018 09:19 Uhr | Alter: 207 Tage | Dieser Artikel wurde 2673 mal gelesen


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